BUNDESLIGA

TRANSFER-COUP FÜR DRITTLIGISTEN

Alexandra Popp wechselt zu Dortmund. Nach 14 Jahren in Wolfsburg hat sie auf Instagram ihren Abschied im Sommer verkündet. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass sie beim BVB einen Vertrag bis 2029 unterschrieben hat. Für die 34-jährige Nationalspielerin geht damit ein Traum in Erfüllung: Popp gilt als grosser Dortmund-Fan. Damit wechselt sie von der Bundesliga in die drittklassige Regionalliga – sie soll aber dabei helfen, Schwarzgelb in die Bundesliga zu bringen.

Alexandra Popp ist auf Abschiedstournee mit ihren Wölfinnen. (IMAGO / HMB-Media)

Um dieses Ziel zu erreichen, ist Popp aber nicht die einzige Schlüsselperson: Mit Ralf Kellermann verpflichtete der Club kürzlich auch noch einen neuen Sportdirektor. Und nicht irgendeinen: Kellermann war seit 2008 als Trainer und sportlicher Leiter beim VfL Wolfsburg tätig und führte den Club zu seinen grössten Erfolgen (sieben Meistertitel, elf Cupsiege und zwei Champions-League-Titel). Dieser Wechsel ist ein starkes Zeichen dafür, dass beim BVB die grossen Ziele ernst genommen werden.

IM FOKUS: VFL WOLFSBURG GEGEN LEVERKUSEN

Dass sie für ihr Team aber weiterhin eine Schlüsselspielerin ist, hat sie gleich beim ersten Spiel nach der Transfer-Ankündigung bewiesen: Gegen Leverkusen traf sie in der 77. Spielminute zum 2:0 und damit zur vorzeitigen Entscheidung. Die Wölfinnen gingen bereits nach fünf Minuten durch ein Tor von Levels in Führung. Auch nach dem 2:0 gaben die Leverkusenerinnen nicht auf, und Fudalla schoss in der dritten Minute der Nachspielzeit noch das 2:1.

Damit hält Wolfsburg die sechs Punkte Vorsprung auf Hoffenheim und bleibt auf dem zweiten Platz und damit auf Champions-League-Kurs. Und das, obwohl sie noch ein Spiel weniger als Hoffenheim haben. Am Mittwochabend spielt der VfL das Nachholspiel gegen Jena.

Weniger gut läuft es für Leverkusen – es ist die zweite Niederlage in Folge und die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen. Damit stehen sie noch auf Rang sechs.

Die restlichen Resultate findest du hier.

DFB-POKAL DER FRAUEN

Wolfsburg musste gegen Eintracht Frankfurt ran und gewann das Duell mit 1:0 dank eines Tors von Svenja Huth. Jena bezwang den Zweitligisten SC Sand gleich mit 4:1, und Bayern setzte sich mit 3:0 gegen den HSV durch. Essen holte sich den Sieg gegen den SV Werder Bremen. Das eine Tor von Ella Toone reichte.

Am 4. und 6. April finden die Halbfinalspiele statt. Es trifft der VfL Wolfsburg auf Carl Zeiss Jena, und Bayern München muss gegen die SGS Essen ran. Am 14. Mai wird in Köln-Müngersdorf der Final gespielt.

AFC ASIAN CUP

Die Viertelfinals sind durch, und damit sind weitere Qualifikationen für die Weltmeisterschaften in Brasilien klar. China, Australien, Südkorea und Japan stehen in den Halbfinals des AFC Women’s Asian Cup.

Der erste Halbfinal ist bereits durch: Im Duell zwischen China und Australien setzte sich das Heimteam durch. Australien gewann das Spiel mit 2:1 und steht im Final. Der zweite Halbfinal zwischen Südkorea und Japan findet morgen um 10:00 Uhr statt.

IRANERINNEN UNTER DRUCK

Noch immer schlägt der stumme Protest der Iranerinnen hohe Wellen. Zuerst hatten sieben iranische Spielerinnen in Australien Asyl gesucht, jetzt sind es nur noch zwei. Im Staatsfernsehen im Heimatland wird dies als «demütigender Sieg über das amerikanisch-australische Projekt und einen weiteren Rückschlag für Trump» gefeiert.

Wie «Sky News Australia» schreibt, wurden die Spielerinnen psychisch massiv unter Druck gesetzt. So sollen Familienangehörige, die im Iran leben, von den Behörden bedroht worden sein.

Beim ersten Spiel des Turniers sangen die Iranerinnen nicht während der Nationalhymne. (IMAGO / Action Plus)

Nach Infos vom oppositionellen News-Portal «Iran International» sollen die Spielerinnen bis gestern Abend in einem Hotel in Kuala Lumpur gewohnt haben. Dort seien sie konstant bewacht worden – sogar ihre Handys und ihre Social-Media-Aktivität seien kontrolliert worden. Jetzt sollen sie auf dem Weg in die Heimat sein.

SERIE A

IM FOKUS: MILAN GEGEN JUVENTUS

Anstelle von Giuliani stand bei Milan erstmals Sandra Estévez im Tor – und sorgte gleich für einen Exploit. In der ersten Hälfte musste Juventus-Trainer Canzischon früh den ersten Wechsel vornehmen: Viola Calligaris musste das Spielfeld verletzt verlassen. An ihrer Stelle kam Kullberg zum Zug.

Kurz vor der Pause, in der vierten Minute der Nachspielzeit, kam es zu einem Foul von Milans De Sanders an Capeta. Auch nach langem Video-Check wird auf Penalty für Juventus entschieden. Stolen Godo nimmt sich den Ball und schiesst. Goalie Estévez riecht die richtige Ecke, blockt Godos Schuss und rettet die Partie für Milan torlos in die Pause.

Die zweite Hälfte beginnt perfekt für Milan, und in der 48. Minute können «Le Rossonere» durch Kyvag in Führung gehen. Diese Führung kann die Elf von Suzanne Bakker bis zum Schlusspfiff halten. Für Milan ist dies ein wichtiger und eher unerwarteter Sieg. Aktuell befindet sich das Team nur auf Rang acht – allerdings nur vier Punkte hinter Juventus auf Rang drei. Der Kampf um die europäischen Plätze ist also noch nicht ganz entschieden.

Die weiteren Resultate findest du hier.

COPPA ITALIA

Letzte Woche fanden auch die Hinspiele des Cup-Halbfinals statt. Juventus bezwang Fiorentina auswärts mit 2:0. Im anderen Halbfinal trafen Roma und Inter aufeinander. Die zwei Tabellenführer der Liga duellierten sich auf Augenhöhe und trennten sich 1:1, wobei Inter erst in der 87. Minute durch einen Penalty den Ausgleich schaffte. Tessa Wullaert schob den Ball über die Linie.

Am Samstag, 28. März, finden die beiden Rückspiele statt.

NWSL

In den USA sind die NWSL-Teams in die neue Saison gestartet. Kurz vor dem Start gab es aber nochmals mehrere Hammer-Transfers zu verkünden: Guro Reiten wechselt nach sechs Jahren bei Chelsea zum Vorjahresmeister Gotham FC, und Jordyn Huitema wechselt innerhalb der Liga von Seattle Reign zu den Chicago Stars.

REKORD-DEAL FÜR MACARIO

Ausserdem gibt es Medienberichten zufolge schon wieder einen Rekorddeal! Wie «Sportico» schreibt, hat San Diego Wave Catarina Macario von Chelsea unter Vertrag genommen. Schon seit einiger Zeit schwirrten Gerüchte umher, dass die Star-Spielerin in die USA wechseln würde. Nun soll sie einen Vertrag beim NWSL-Club unterschrieben haben, der sie zur bestbezahlten Fussballerin der Welt macht. Unter Berufung auf «anonyme Quellen» schreibt das Online-Portal, dass sie bis 2030 unterschrieben hat und in diesen fünf Spielzeiten insgesamt über acht Millionen US-Dollar verdienen soll – mögliche Boni sind da noch nicht mit eingerechnet.

Auch Chelsea verdient: «The Wave» zahlt dem britischen Club eine Ablösesumme in der Höhe von 300'000 US-Dollar.

BALD 18 TEAMS?

Die Liga ist im Wandel. Für die neue Saison wurde die «High Impact Players»-Regel eingeführt, die den Teams erlaubt, mehr Geld für die Löhne der Spielerinnen zu zahlen. Ausserdem debütieren in dieser Saison zwei neue Teams: Denver Summit und Boston Legacy. 2028 wird auch eine Franchise aus Atlanta dazustossen, und wie «The Athletic» berichtet, soll in diesem Jahr auch noch eine weitere Franchise angekündigt werden. Dann wäre es das 18. NWSL-Team. Es gibt also in dieser Saison mehr Spiele für die Clubs, aber der Modus bleibt gleich. Am Ende der Regular Season kommen die ersten acht Teams in die Playoffs.

Mit den grossen Veränderungen stellt sich auch die Frage, ob sich die NWSL beim Spielplan an jenen der europäischen Ligen anpassen wird. Die Möglichkeit einer Anpassung werde immer wieder diskutiert, sagte demnach NWSL-Chefin Jessica Bearman.

IM FOKUS: NEUE NWSL-CLUBS

Die beiden neuen NWSL-Teams haben ihre ersten Spiele in der Liga bestritten. Boston Legacy hat beim ersten Heimspiel gleich einen neuen Rekord aufgestellt: 30'207 Fans sahen sich das Spiel im Gillette Stadium an – so viele wie noch nie bei einem ersten Heimspiel. Allerdings werden sie diesen Rekord nicht lange halten können. Nächste Woche spielt das zweite neue Team, Denver Summit, das erste Heimspiel. Und schon jetzt wurden für dieses Spiel über 50'000 Tickets verkauft.

Instagram post

Bei ihrem Debüt traf Boston auf den amtierenden Meister Gotham FC. Im vollen Stadion zeigte das neue Team eine starke Leistung und hielt das Unentschieden bis in die Pause. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit schoss Esther González ihr erstes Saisontor. Dieses Tor reichte für den Sieg. Ab der 75. Minute spielte Boston nur noch zu zehnt, weil St-Georges Gelb-Rot kassierte.

Ebenfalls zu zehnt beendete das andere neue NWSL-Team sein erstes Spiel. Denver Summit spielte gegen den Bay FC. Schon früh, nach nur acht Minuten, gingen diese in Führung. Kurze Zeit später schoss Summit den Ausgleichstreffer. Der brachte sie aber nicht weiter, weil nur wenige Minuten nach dem Treffer Janine Beckie mit Rot vom Platz gestellt wurde. In Unterzahl schafften sie es nicht mehr, richtig torgefährlich zu werden, und noch vor der Pause holte sich Bay die Führung zurück. Am Schluss stand es 2:1 für den Bay FC.

Die weiteren NWSL-Resultate findest du hier.

WSL

IM FOKUS: LONDON CITY LIONESSES GEGEN ARSENAL

Chelsea Erstmals haben die London City Lionesses ihr eigenes Stadion ausverkauft: Gegen Arsenal waren 5'440 Fans im CopperJax Community Stadium.
Bereits nach einer Viertelstunde ging das Team von Renée Slegers durch ein Tor von Olivia Smith in Führung. Das Heimteam, angeführt von Captain Daniëlle van de Donk, die ihr 100. WSL-Spiel absolvierte, hielt zwar dagegen, konnte aber selbst nicht torgefährlich werden. In der 76. Minute waren es dann erneut die Gunners, die in den gegnerischen Strafraum vordrangen und mit Blackstenius das 2:0 erzielten. Kurze Zeit später wurde für die Lionesses Neuzugang Delphine Cascarino eingewechselt. Ausrichten konnte sie nicht mehr, aber sie spielte souveräne zwölf Minuten. Damit stehen die Lionesses auf Rang sieben und Arsenal auf Rang vier – allerdings mit einem Spiel weniger als Chelsea auf Rang drei.

Die weiteren WSL-Resultate findest du hier.

LEAGUE CUP FINAL

Im Ashton Gate Stadium spielte Chelsea gegen Manchester United den Final des League Cups. Das Wissen, dass die Blues in dieser Saison den Meistertitel wohl schon abgeschrieben haben, scheint eine Extra-Motivation zu sein, das Beste aus allen anderen Wettbewerben zu holen. Schon nach 19 Minuten gingen sie nämlich durch ein Tor von Lauren James in Führung. Und diese gaben sie vor Rekordkulisse auch nicht mehr her. 21'619 Fans sahen sich das Spiel in Bristol an – so viele wie noch nie bei einem Final des Liga-Cups. In der 76. Minute setzte Beever-Jones noch einen drauf, und am Ende gewann den Final mit 2:0.

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