BEWEGTER AFC WOMEN’S CUP

Der AFC Women’s Cup hat nach drei Spieltagen bereits für viele Geschichten gesorgt. Schon nach ihrem ersten Spiel sorgten die Frauen des iranischen Nationalteams für Aufsehen, weil sie während der iranischen Hymne nicht gesungen haben. Diese Geste wurde als stiller Protest gegen das Regime interpretiert, nachdem im eigenen Land Krieg ausgebrochen ist.

Niemand liebt Krieg. Aber wir sind hier, um professionellen Fussball zu spielen, und wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren. Wir geben unser Bestes, die Leute in unserem Land stolz zu machen.

Marziyeh Jafari, Head Coach Iran

Wie «The Athletic» berichtet, sollen sich jetzt fünf iranische Spielerinnen unter australischem Polizeischutz befinden. Sie flüchteten am Montag aus dem Team-Hotel, weil sie sich nicht mehr sicher fühlten. Sie befinden sich jetzt in einem sicheren Haus, das von der Polizei bewacht wird.

In ihrem Heimatland ist das Nicht-Singen der Frauen im iranischen Staatsfernsehen als «verräterischer Akt» sowie als «Unehrenhaftigkeit und mangelnder Patriotismus» kommentiert worden. Ob, wie und wann die Spielerinnen in ihre Heimat zurück können, ist noch nicht klar.

Beim ersten Spiel des Turniers sangen die Iranerinnen nicht während der Nationalhymne. (IMAGO / Action Plus)

Sportlich gesehen ist das Turnier für die Iranerinnen vorbei: Das erste Spiel der Gruppe A gegen Südkorea verloren die Iranerinnen mit 0:3, das Spiel gegen Australien mit 0:4, und das letzte Gruppenspiel verloren sie gegen die Philippinen mit 0:2.

HEIMTEAM NICHT SO DOMINANT WIE ERWARTET

Die Australierinnen haben sich in der Gruppe A wider Erwarten nicht den Gruppensieg geholt. Im letzten der drei Gruppenspiele gegen Südkorea spielten die Matildas nur unentschieden – und das wurde knapp! Erst in der achten Minute der Nachspielzeit glich das Heimteam durch Alanna Kennedy noch aus. Das Spiel endete 3:3.

In der Gruppe C hatte das indische Team Probleme mit seinen Trikots. Wie die «Times of India» berichtet, musste das Team kurzfristig neue Trikots anschaffen. Grund: Die Trikots, die der indische Verband zur Verfügung gestellt hatte, passten nicht.

Das Auftaktspiel gegen Vietnam haben die Inderinnen 1:2 verloren, und am Samstag setzte es gegen Japan eine 0:11-Niederlage. Auch im letzten Spiel gegen Taiwan verloren sie mit 1:3.

China aus Gruppe B und Japan aus Gruppe C haben als einzige Teams das Punktemaximum geholt. Die Viertelfinals werden von Freitag bis Sonntag gespielt. Australien trifft auf Nordkorea, China auf Taiwan, Südkorea auf Usbekistan und Japan auf die Philippinen.

AFRIKA-CUP-DEBAKEL

Jetzt ist es offiziell: Der Afrika-Cup muss in den Sommer verschoben werden. Das Turnier wird vom 25. Juli bis 16. August durchgeführt werden, wie der Verband mitteilt. Es wurde so entschieden, «um den Erfolg dieses wichtigen Frauenwettbewerbs angesichts bestimmter unvorhergesehener Umstände sicherzustellen», heisst es in der offiziellen Mitteilung. Um welche unvorhergesehenen Umstände es sich handelt, ist nicht klar. Aus dem Schreiben geht auch nicht hervor, ob das Turnier im Sommer in Marokko stattfinden wird.

Diese kurzfristige Planänderung stösst bei den Fans und Spielerinnen auf wenig Verständnis. «Das würde bei anderen Turnieren niemals passieren», zitiert die BBC die nigerianische Nati-Spielerin Ashleigh Plumptre. «Langsam ist es peinlich», bringt ihre Nati-Kollegin Rinsola Babajide die Situation auf den Punkt.

SHEBELIEVES CUP

Die USA gewann den SheBelieves Cup. Mit drei Siegen aus drei Spielen holten sich die Amerikanerinnen am Samstag gegen Kolumbien den achten Titel. Dank einem späten Tor von Alyssa Thompson in der 82. Minute im Sports Illustrated Stadium in New Jersey gewannen sie auch das dritte Spiel.

Instagram post

NWSL

Am Wochenende geht die National Women’s Soccer League wieder los! Kurz vor Start gibt es aus den USA einige personelle News.

ZURÜCK AUS DER BABYPAUSE

Sophia Wilson kann wieder spielen: Die frischgebackene Mutter kehrt aus ihrer Mutterschaftspause zurück und steht den Portland Thorns zum Saisonbeginn am Wochenende wieder zur Verfügung.

COMEBACK FÜR LEROUX?

Mit einem Social-Media-Post hat Sydney Leroux ihr Comeback angedeutet! Noch im letzten Jahr hatte die 35-Jährige nur wenige Tage vor dem Saisonauftakt des Angel City FC eine Auszeit vom Fussball angekündigt. Später gab sie auf Instagram bekannt, dass sie seit langer Zeit mit einer Essstörung kämpfte. Doch jetzt schient die Weltmeisterin von 2015 sich wieder bereit zu fühlen, auf den Platz zurückzukehren. Möglicherweise steht sie schon zum Saisonauftakt am 16. März gegen die Chicago Stars wieder im Aufgebot.

Um ehrlich zu sein… das letzte Jahr war die Hölle. Das schwerste Jahr meines Lebens. Herzzerreissend, isolierend und zerstörerisch.

Sydney Leroux auf Instagram

VERSTÄRKUNG FÜR DIE UTAH ROYALS

Kiana Palacios wechselt für eine rekordverdächtige Ablösesumme von Club América zu den Utah Royals. Der NWSL-Club zahlt Medienberichten zufolge 800’000 US-Dollar für die Mexikanerin. Damit ist sie nach Lizbeth Ovalle der zweitteuerste Transfer der Liga.

OFF THE PITCH

Chloe Kelly bekommt ihre eigene Barbie-Puppe: Anlässlich des Internationalen Tags der Frau am 8. März veröffentlichte Barbie neue Puppen. Dabei wurden Frauen aus verschiedenen Sektoren geehrt. Die Kelly-Barbie trägt das England-Dress, das sie beim EM-Triumph getragen hatte.

Wenn Mädchen sehen, was möglich ist, wagen sie es, grosse Träume zu haben – für die Welt, für die Zukunft und für sich selbst.

Mattel auf Instagram

NEUE MASKOTTCHEN

Racing Louisville und Louisville City FC haben ihre neuen Maskottchen präsentiert: Schmetterling Float für Racing und Biene Sting für City. Die zwei ehren Muhammad Ali – die Boxlegende stammt nämlich aus Louisville.

Instagram post

Keep Reading