Die Serie A, die Liga F und die Frauen-Bundesliga haben am letzten Wochenende ihre letzten Spieltage vor der Nati-Pause durchgeführt. In England ist die Liga seit einer Woche pausiert, am Wochenende fand die fünfte Runde des Women’s FA Cup statt. Erst Mitte März wird der Ligabetrieb in Europa wieder aufgenommen.

Grund für die lange Pause sind die internationalen Turniere, bei denen es in diesem Jahr um die Qualifikation für den FIFA Women’s World Cup 2027 geht.

ÜBER DAS TURNIER

An der WM-Endrunde in Brasilien nehmen insgesamt 32 Nationen teil - fix ist bisher nur Gastgeber Brasilien. Das Turnier findet vom 24. Juni bis zum 25. Juli 2027 statt.

Blick auf Rio de Janeiro und das Estadio do Maracaña. (IMAGO / SNA)

Gespielt wird in acht Städten:
Belo Horizonte (Estadio Mineirao), Brasília (Estadio Nacional), Fortaleza (Arena Castelão), Porto Alegre (Estadio Beira-Rio), Recife (Arena de Pernambuco), Rio de Janeiro (Estadio do Maracanã), Salvador (Arena Fonte Nova) und São Paulo (Arena Itaquera).

WIE FUNKTIONIERT DIE QUALIFIKATION?

Um zu ermitteln, welche 31 Nationen neben Brasilien an der Weltmeisterschaft teilnehmen können, werden verschiedene Turniere gespielt. Diese Quali-Turniere sehen in jedem Kontinent ein bisschen anders aus.

EUROPA - UEFA

Europa hat elf direkte Startplätze für die WM. Ähnlich wie bei der UEFA Women's Nations League wurden die Mannschaften in drei Ligen (Liga A, B und C) eingeteilt, die wiederum in Qualifikationsgruppen aufgeteilt sind.

Die vier Gruppensieger der Liga A qualifizieren sich direkt für die WM-Endrunde. Diese Spiele finden zwischen März und Juni 2026 statt.

Die weiteren sieben europäischen WM-Teilnehmer werden über Playoff-Spiele ermittelt, die bis Ende 2026 stattfinden. Zusätzlich kann sich ein europäisches Team für das interkontinentale Playoff-Turnier qualifizieren, in dem drei weitere WM-Tickets vergeben werden.

Liga A
A1: Schweden, Italien, Dänemark, Serbien
A2: Frankreich, Niederlande, Polen, Irland
A3: Spanien, England, Island, Ukraine
A4: Deutschland, Norwegen, Österreich, Slowenien

Liga B
B1: Wales, Tschechien, Albanien, Montenegro
B2: Schweiz, Nordirland, Türkei, Malta
B3: Portugal, Finnland, Slowakei, Lettland
B4: Belgien, Schottland, Israel, Luxemburg

Liga C
C1: Bosnien und Herzegowina, Estland, Litauen, Liechtenstein
C2: Kroatien, Kosovo, Bulgarien, Gibraltar
C3: Ungarn, Aserbaidschan, Nordmazedonien, Andorra
C4: Griechenland, Färöer, Georgien
C5: Rumänien, Zypern, Moldawien
C6: Belarus, Kasachstan, Armenien

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ASIEN - AFC WOMEN’S CUP OF NATIONS

Asien hat sechs direkte Startplätze für die WM und zwei Playoff-Plätze. Diese werden über den AFC Women's Asian Cupvergeben, der vom 1. bis 21. März in Australien stattfindet.

Alle vier Halbfinalisten qualifizieren sich direkt für die WM. Die Verlierer der Viertelfinals bestreiten Playoff-Spiele. Die zwei Sieger lösen ebenfalls das WM-Ticket, die anderen zwei kommen ins interkontinentale Playoff-Turnier.

Gruppen
A: Australien, Südkorea, Iran, Philippinen
B: Nordkorea, China, Bangladesch, Usbekistan
C: Japan, Vietnam, Indien, Taiwan

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AFRIKA - CAF WOMEN’S AFRICA CUP OF NATIONS

Afrika erhält vier direkte WM-Startplätze sowie zwei Plätze für das Playoff-Turnier. Diese werden beim CAF Women's Africa Cup of Nations vergeben, der vom 17. März bis 3. April in Marokko stattfindet.

Auch hier qualifizieren sich die vier Halbfinalistinnen direkt für die WM. Zwei weitere Nationen sichern sich einen Platz im interkontinentalen Playoff.

Gruppen
A: Marokko, Algerien, Senegal, Kenia
B: Südafrika, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Tansania
C: Nigeria, Sambia, Ägypten, Malawi
D: Ghana, Kamerun, Mali, Kap Verde

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NORD- UND MITTELAMERIKA - CONCACAF W CHAMPIONSHIP

Zwischen Februar und Mai finden die Qualifikationsspiele für die Concacaf W Championship statt. Das Endturnier wird im November und Dezember ausgetragen.

Auch hier qualifizieren sich die vier Halbfinalistinnen direkt für die WM. Zwei weitere Nationen ziehen ins Playoff-Turnier ein.

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SÜDAMERIKA - CONMEBOL WOMEN’S NATIONS LEAGUE

Südamerika hat drei direkte Startplätze, wobei Brasilien als Gastgeber bereits qualifiziert ist. Zusätzlich gibt es zwei Playoff-Plätze.

Das Qualifikationsturnier, die CONMEBOL Women's Nations League, läuft seit Oktober des vergangenen Jahres und dauert bis Juni 2026. Gespielt wird in mehreren internationalen Fenstern, das nächste vom 7. bis 18. April.

Neun Nationen sind dabei: Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela.

Die zwei besten Teams qualifizieren sich direkt für die WM, die Plätze drei und vier kommen ins Playoff-Turnier.

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OZEANIEN - OFC QUALI-TURNIER

Eine Nation aus Ozeanien qualifiziert sich direkt für die WM, eine weitere für das Playoff-Turnier.

Die Qualifikationsspiele finden vom 28. November bis 14. April statt. Dabei sind: Amerikanisch-Samoa, Cookinseln, Fidschi, Neukaledonien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Samoa, Salomonen, Tahiti, Tonga und Vanuatu.

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SO LÄUFT DAS PLAYOFF-TURNIER AB

In einer ersten Phase im November und Dezember 2026 treten sechs Teams gegeneinander an, die gemäss der aktuellen FIFA-Weltrangliste gesetzt werden. Die zwei besten Nationen qualifizieren sich für die finale Playoff-Phase im Februar 2027.

Dort stossen zwei Concacaf-Teams, ein CONMEBOL-Team und ein UEFA-Team dazu. Anschliessend werden drei K.-o.-Spiele ausgelost – die drei Sieger lösen das letzte WM-Ticket.

UEFA WOMEN’S CHAMPIONS LEAGUE

Doch noch vor der Nati-Pause ist viel passiert. Die Champions-League-Viertelfinals stehen fest, und es warten gleich zwei Derbys auf uns!

Arsenal trifft auf Chelsea – souverän haben sie das Rückspiel 3:1 gegen OH Leuven gewonnen. Das Hinspiel gegen ihre Londoner Rivalinnen findet am 24. März im heimischen Emirates Stadium statt. Das Rückspiel ist am 1. April angesetzt.

Nach dem knappen 3:2-Sieg im Hinspiel setzte sich Real Madrid im Rückspiel gegen den Paris FC durch und gewann mit 2:0. Nun treffen Las Blancas auf Barcelona! Am 25. März bekommen Fans die erste Runde El Clásico zu sehen. Eine Woche später, am 2. April, findet dann das Rückspiel im frisch renovierten Camp Nou statt.

Real Madrid löste das Viertelfinal-Ticket gegen Paris FC und trifft jetzt auf Barça. (IMAGO / Gonzales Photo)

Wolfsburg trifft nach dem Sieg über Juventus auf Champions-League-Schwergewicht OL Lyonnes. Das Hinspiel findet am 24. März in der Volkswagen Arena statt, das Rückspiel am 2. April im Groupama Stadium.

Die letzte Begegnung heisst Manchester United gegen Bayern München. United löste das Viertelfinal-Ticket gegen Atlético Madrid. Am 25. März geht’s ins Old Trafford, am 1. April in die Fussball-Arena München.

FRAUEN-BUNDESLIGA

Auch in der Bundesliga spielte am Wochenende der Erste gegen die Zweiten: Bayern gegen Wolfsburg. Das Spiel in München lief im ZDF und brach einen Rekord. 2,39 Millionen Fans sahen sich das Topspiel am Sonntagnachmittag im Fernsehen an. Der vorherige Rekord für ein Spiel der Frauen-Bundesliga lag bei 2,03 Millionen Personen.

Obwohl die Wölfinnen in der 16. Minute durch Bussy in Führung gingen, gewannen die amtierenden Meisterinnen das Spiel noch. In der zweiten Halbzeit drehte Bayern auf und schoss vier Tore. Durch diesen wichtigen Sieg steht Bayern mit 18 Punkten Vorsprung an der Spitze.

Spannend wurde es in dieser Woche im Tabellenkeller. Nürnberg, aktuell auf Platz elf, deklassierte Schlusslicht Carl Zeiss Jena gleich mit 5:1 – nach drei Niederlagen in Folge ein wichtiges Zeichen im Abstiegskampf. Jetzt trennen sie sieben Punkte von den Abstiegsplätzen. Dahinter holten sich sowohl der HSV als auch die SGS Essen je einen Punkt und bleiben damit in Reichweite.

SERIE A

AS Roma hat das Direktduell gegen Inter für sich entschieden! Im Spitzenspiel der Serie A holten sich die Römerinnen den wichtigen 1:0-Sieg gegen die Tabellenzweiten. Évelyne Viens erzielte in der 33. Minute den einzigen Treffer des Spiels. Roma hat jetzt wieder fünf Punkte Vorsprung auf die Mailänderinnen, die zuvor die letzten acht Ligaspiele gewonnen hatten.

Juventus hat die Chance verpasst, mit Inter gleichzuziehen. Die Turinerinnen schafften gegen das abstiegsgefährdete Ternana nur ein 2:2-Unentschieden und bleiben damit hinter Inter mit zwei Punkten Abstand auf Rang drei.

Tabellenschlusslicht Genoa verlor am Wochenende das fünfte Ligaspiel in Folge – 0:1 gegen Como. Ternana und Parma holten sich jeweils einen Punkt und rückten damit zu Sassuolo auf, das 2:3 gegen Fiorentina verloren hat.

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