TRANSFER-NEWS

TRINITY RODMAN UNTERSCHREIBT MILLIONEN-VERTRAG

Ihre Zukunft war in den letzten Monaten das grosse Thema in der NWSL. Jetzt herrscht endlich Gewissheit: Trinity Rodman bleibt bei Washington Spirit. Die 23-Jährige unterschreibt einen Vertrag bis 2028 und wird damit zur bestbezahlten Fussballspielerin der Welt. Wie viel genau sie verdient ist nicht offiziell bekannt, doch Medienberichten zufolge dürfte sie in den kommenden drei Jahren bei Washington rund sechs Millionen US-Dollar verdienen.

Trinity repräsentiert die Zukunft des Frauenfussballs. Ihre Entscheidung, die Karriere in Washington fortzusetzen, ist ein starkes Statement für das, was wir hier aufbauen.

Michele Kang, Besitzerin von Washington Spirit

Nicht nur mit Rodman hat Washington Spirit für Schlagzeilen gesorgt. Nur wenige Tage zuvor verpflichtete der NWSL-Club die erst 18-jährige Stürmerin Claudia Martinez vom paraguayischen Club Olimpia. Für das Talent bezahlte der Club eine Ablösesumme von 950'000 US-Dollar, wie ESPN berichtete. Damit gehört sie zu den zehn teuersten Transfers im Frauenfussball überhaupt.

LEHMANN WECHSELT ZURÜCK IN DIE WSL

Das sind jedoch noch nicht die einzigen hochkarätigen Transfers dieser Woche. Alisha Lehmann wechselt zurück in die englische Women’s Super League. Nach nur einer halben Saison beim Serie-A-Club Como zieht es die Schweizerin wieder auf die Insel. Sie unterschreibt einen Vertrag bei Leicester City. «Ich freue mich auf die Zukunft», schreibt sie auf Instagram.

VERSTÄRKUNG IM AUFSTIEGS-KAMPF

Serie-B-Club Como 1907 hat Valentina Giacinti verpflichtet, die erst im Sommer zu Galatasaray Istanbul in die Türkei gewechselt war. Die 32-Jährige hat in ihrer Karriere bereits über 200 Tore in der Serie A erzielt und ist Mitglied der italienischen Fussball-«Hall of Fame». Mit ihr will Como das grosse Ziel Aufstieg erreichen. Aktuell steht der Club mit fünf Punkten Vorsprung auf dem ersten Platz der zweiten italienischen Liga. In ihrem ersten Spiel gegen Bologna hat sie bereits ihr erstes Tor geschossen.

PUTELLAS IN ENGLAND

Ausserdem machen in den sozialen Medien derzeit sehr heisse Gerüchte die Runde. Beim WSL-Spiel zwischen den London City Lionesses und Manchester City am Sonntag wurden illustre Zuschauerinnen auf den Rängen des Copperjax Stadiums gesichtet: das Arsenal-Duo Beth Mead und Mariona Caldentey sowie die spanischen Superstars Patricia Guijarro und Alexia Putellas. Letztere sorgt aktuell für Gesprächsstoff, da ihr Vertrag beim FC Barcelona im Sommer auslaufen wird.

Ob an den Gerüchten tatsächlich etwas dran ist, lässt sich schwer einschätzen. Zuzutrauen wäre ein solcher Transfer-Coup der Lionesses-Investorin Michele Kang aber allemal…

SERIE A

Roma holt sich den nächsten Sieg gegen Genoa und bleibt mit sieben Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Es folgen Inter und Juventus mit 21 respektive 20 Punkten. Inter lieferte sich am Wochenende ein spannendes Duell gegen Como. Zweimal gerieten die Mailänderinnen in Rückstand, zweimal glichen sie aus. Die Entscheidung fiel erst in der dritten Minute der Nachspielzeit: Polli erzielte den Siegestreffer und sicherte so den fünften Ligasieg in Folge für die Nerazzurre.

Juventus bezwang Parma mit 3:0 und bleibt Inter auf den Fersen. Mit dem 3:0-Sieg gegen Tabellenschlusslicht Ternana kann sich Milan auf dem sechsten Platz halten. Punktgleich folgt Napoli, das sich gegen Sassuolo mit 2:0 durchsetzen konnte.

Lazio bezwang Fiorentina mit 3:0. Somit stehen die beiden Teams punktgleich auf Rang drei und vier.

SUPERCOPA DE ESPAÑA

Im Final des spanischen Supercups besiegte der FC Barcelona Real Madrid mit 2:0. Im Estadio Castalia in Castellón erzielte Esmee Brugts das 1:0. In den Schlussminuten der Partie verwandelte Alexia Putellas einen Penalty zum 2:0. Für Barça ist es der insgesamt sechste Titel und der fünfte Supercup-Sieg in Folge.

Königin von Barcelona: Alexia Putellas trifft auch im Supercup. (IMAGO / ZUMA Press Wire)

FRAUEN-BUNDESLIGA

Nun ist auch in Deutschland die Winterpause vorbei, und die Bundesliga-Clubs haben am Wochenende ihre ersten Spiele absolviert. Wegen teilweise starkem Schneefall mussten jedoch zwei Partien verschoben werden: Das Duell zwischen Carl Zeiss Jena und dem VfL Wolfsburg sowie die Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und der TSG Hoffenheim wurden neu angesetzt. Die Spiele werden im Februar und März nachgeholt.

Auf den Plätzen, die bespielt werden konnten, gab es spannende Begegnungen zu sehen.
Leverkusen kann sich weiterhin in der Spitzengruppe halten und holte sich trotz roter Karte und Rückstand zur Halbzeit wichtige drei Punkte gegen Union Berlin. In Unterzahl drehten sie das Spiel in der Alten Försterei: In der 78. sowie in der 90.+2 Minute erzielten die Leverkusenerinnen die entscheidenden Tore. Damit bleiben sie in Tuchfühlung mit der Spitzengruppe und stehen auf Rang fünf.

Leipzig verlor das sechste Bundesliga-Spiel in Folge. Im Schnee von München setzte es eine 0:3-Niederlage gegen die Ligadominatorinnen. Die Münchnerinnen gingen durch einen Handpenalty bereits nach sechs Minuten in Führung und gaben das Spiel nicht mehr aus der Hand. Ein Eigentor von Spitzner sowie ein Treffer von Damnjanović sorgten für das Endergebnis.

Der HSV gewann gegen die ebenfalls im Tabellenkeller stehende SGS Essen mit 2:1. Mit sechs neuen Spielerinnen hat sich der norddeutsche Club in der Winterpause verstärkt. Zuhause gingen die Hamburgerinnen in der zweiten Halbzeit in Führung, ehe Essen in der 67. Minute ausglich. In der zweiten Minute der Nachspielzeit erhielt der HSV jedoch einen Foulpenalty, den Hillebrand souverän verwandelte und damit den ersten Heimsieg der Saison sicherte. Die Hamburgerinnen stehen nun auf Rang 12 und damit nicht mehr auf einem Abstiegsplatz.

Werder Bremen und Nürnberg trennten sich am Sonntag mit einem 1:1-Unentschieden. Köln gewann mit 1:0 gegen Freiburg und schaltete damit die direkte Konkurrenz im Rennen um Platz drei aus. Die Freiburgerinnen verpassten durch einen verschossenen Penalty kurz vor Schluss den möglichen Ausgleich.

WSL

Es sind noch neun Partien zu spielen, und Chelsea-Trainerin Sonia Bompastor spricht bereits davon, dass der Titelkampf «wahrscheinlich vorbei» sei. Chelsea verlor am Wochenende das London-Derby gegen Arsenal mit 0:2. Beth Mead und Mariona Caldentey erzielten die Tore an der Stamford Bridge. Für die Gunners ist es der erste Auswärtssieg gegen Chelsea seit acht Jahren.

Die Partie zwischen den London City Lionesses und Manchester City entschied sich trotz eher schwachem Auftritt zugunsten von City. Sie gewannen das Spiel mit 2:1 und stehen damit mit neun Punkten Vorsprung auf Chelsea an der Tabellenspitze. Es war der zwölfte Sieg in Folge. Auch Khadija Shaw weiss, dass sie eigentlich besser spielen könnten – doch darum geht es schlussendlich nicht. «Es geht darum, den Job zu erledigen, egal wie das aussieht», sagte sie gegenüber Sky Sports. «Wir haben während der ganzen Saison gezeigt, dass wir niemals aufgeben, und heute war ein gutes Beispiel dafür.»

Khadija Shaw und Manchester City sind nicht mehr aufzuhalten. (IMAGO / Uk Sports Pics)

Auch am anderen Ende der Tabelle wurde es spannend. Liverpool holte sich am Wochenende den ersten Sieg in dieser Saison. Gegen Tottenham gewannen sie mit 2:0. Im nächsten Spiel wartet Arsenal.

Auch West Ham, nur einen Punkt vor Liverpool, gewann. Gegen Leicester City, wo Neuzugang Alisha Lehmann bereits ihre ersten Spielminuten absolvierte, setzten sie sich mit 2:1 durch. Aston Villa verlor mit 1:4 gegen Manchester United, und Brighton bezwang Everton mit 1:0.

Hier findest du die aktuellen Resultate.

CHAMPIONS CUP

Morgen, am Mittwoch, finden in London die Halbfinals des FIFA Women’s Champions Cup statt. Dabei trifft der NWSL-Club Gotham FC auf die brasilianischen Corinthians, und Arsenal spielt gegen Marokkos Rekordmeister ASFAR.

Der Final findet am 1. Februar statt, und es winkt ein grosses Preisgeld: Die Finalisten erhalten mindestens eine Million US-Dollar, für den Sieger gibt es sogar 2,3 Millionen US-Dollar.

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