TRANSFER-NEWS

Nächstes Jahr gibt es in der NWSL ein neues Team: Denver Summit. Der Club hat sich ein starkes Team zusammengestellt und einen Transfer-Coup gelandet: Lyndsey Heaps wechselt nach ihrer Saison mit den OL Lyonnes wieder zurück in die amerikanische Liga. Damit kehrt die US-Nati-Kapitänin zu ihren Wurzeln zurück: Sie ist in Colorado aufgewachsen.

Mit Janine Sonis haben sie auch noch eine weitere hochkarätige Spielerin verpflichtet. Die 31-Jährige wechselt von Racing Louisville zu Denver. Die kanadische Nationalspielerin hat für ihr Land 123 Spiele absolviert und 36 Tore geschossen und 21 vorbereitet.

Lea Schüller hat bei Manchester United unterschrieben. Die Deutsche wechselte vom FC Bayern München nach über fünf Jahren in die Women’s Super League, wo sie bereits ihr erstes Spiel bestritt.
Auch Georgia Stanway wird den FC Bayern München nach vier Jahren verlassen – allerdings erst auf Ende dieser Saison. Das hat der Club in einem Statement bekannt gegeben. Wohin es die Engländerin danach zieht, ist noch nicht klar.

Gerüchte gibt es um Sam Coffey: Wechselt der Thorns-Star zu Manchester City? Immerhin wurde die Amerikanerin bereits in Manchester gesichtet…

WSL

In der ersten Spielwoche nach der Winterpause kam es gleich zum Spitzenspiel zwischen Arsenal und Manchester United. Man hätte ein torreiches Spiel erwarten können, doch es endete 0:0. Vor allem das Heimteam hätte drei Punkte erwarten können: Arsenal hatte 25 Torschüsse, zudem mussten die Red Devils ab der 65. Minute zu zehnt spielen, nachdem Jayde Riviere mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde. Trotzdem gelang es den Gunners nicht, sich durchzusetzen.

Die Arsenal-Spielerinnen haben sich in Trikots mit der Nummer 32 von Conney-Cross aufgewärmt. (IMAGO / IPS)

Tabellenführer Manchester City und Verfolger Chelsea nutzten den Punktverlust. City gewann mit 2:0 gegen Everton – die Tore erzielten Kerolin und Vivianne Miedema. Chelsea besiegte West Ham United gleich mit 5:0, Sandy Baltimore traf doppelt.

Tottenham Hotspur ist in bestechender Form und auf den vierten Platz vorgerückt – punktgleich mit Arsenal. Die Spurs gewannen 1:0 gegen Leicester City dank eines Eigentors von Ashleigh Neville, die erst drei Tage vorher von Tottenham zu Leicester gewechselt war.

Aston Villa schlug Brighton & Hove Albion 2:1 und Liverpool und die London City Lionesses trennten sich torlos.

SUPERCOPPA ITALIANA

Das Jahr hat kaum begonnen, und Juventus konnte bereits die erste Trophäe nach Hause bringen. «Le Bianconere» gewannen den italienischen Supercup gegen AS Roma.

In Pescara stieg der erste Ernstkampf für die Serie-A-Teams im neuen Kalenderjahr. Nach 23 Minuten ging Roma durch ein Tor von Giugliano in Führung. Noch vor der Pause glich Juventus durch Vangsgaard aus. In der zweiten Halbzeit griff in der 68. Minute auch Cristiana Girelli ins Geschehen ein und wurde für Cambiaghi eingewechselt. In der 85. Minute war sie es dann, die den Ball mit der Ferse ins gegnerische Tor beförderte und damit den Sieg besiegelte.

Mit dem 2:1-Sieg holten sich die Turinerinnen den Supercup bereits zum fünften Mal.

Die Serie A geht nächstes Wochenende weiter.

LIGA F

Absolutes Torspektakel im ersten Spiel von Barcelona: Gegen Madrid CFF gewann Barça 12:1. Die polnische Stürmerin Ewa Pajor erzielte gleich vier Tore und Supertalent Sydney Schertenleib traf doppelt. Könnte dieses Spiel ein Vorzeichen für das Jahr 2026 von Barça sein?

Real Madrid besiegte Sevilla mit 2:0 und bleibt damit sieben Punkte hinter Barcelona auf Rang zwei.

Spannend wurde es zwischen Real Sociedad (Rang drei) und Atlético Madrid (Rang vier). Es fielen zehn Tore und endete 5:5. Edna Imade erzielte einen Hattrick für Sociedad.

Tabellenschlusslicht UD Levante holte sich den ersten Saisonsieg. Auswärts gewann das Team 3:2 gegen Logroño. Erst in der 86. Minute erzielte Érika González den wichtigen Siegestreffer.

RESULTATE

NWSL

HIGH IMPACT PLAYER RULE

Lange wurde darüber spekuliert, Ende des letzten Jahres hat die NWSL nun eine neue Regel eingeführt. Die «High Impact Player Rule» soll ab dem 1. Juli 2026 dafür sorgen, dass die Liga weiterhin die grössten Talente halten kann.
Jeder Club darf die von der Liga festgesetzte Gehaltsobergrenze für Spitzenspielerinnen nun um bis zu einer Million US-Dollar überschreiten.
Über die Jahre wird dieser Betrag gemeinsam mit der Gehaltsobergrenze wachsen. Das Geld darf entweder für eine Spielerin oder für mehrere Spielerinnen eingesetzt werden.

Um das weitere Wachstum unserer Liga zu sichern, ist es entscheidend, dass unsere Teams um die besten Spielerinnen der Welt konkurrieren können.

NWSL-Kommissarin Jessica Berman in der offiziellen Mitteilung

VORFREUDE IN DENVER

Am 28. März wird Denver Summit sein erstes Spiel auf dem eigenen «Empower Field» bestreiten. Bereits jetzt hat der Club dafür 33'000 Tickets verkauft, obwohl noch nicht klar ist, gegen wen sie da spielen werden.  

OFF THE PITCH

SCHOCKDIAGNOSE

Arsenal-Spielerin Kyra Cooney-Cross ist trotz Saisonstart aktuell in ihrer Heimat Australien. Den Grund dafür hat die 23-Jährige auf Instagram geteilt. «Vor ein paar Tagen hat sich unsere Welt für immer verändert. Bei meiner wunderbaren Mutter Jess wurde Cholangiokarzinom im Stadium 4 diagnostiziert», schreibt sie auf Instagram. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Gallengänge, für den es keine Heilung gibt.

Unterstützung erhält Cooney-Cross von ihrem Team. Beim Spiel gegen Manchester United wärmten sich alle Teamkolleginnen mit ihrem Dress (Nummer 32) auf. In der 32. Minute hielten die Fans Schilder mit der Aufschrift «We love you Kyra and Jess» hoch, und die rund 37'000 Anwesenden im Stadion applaudierten.

ERSTE CLUB-WM DER FRAUEN

2028 soll erstmals eine Club-WM der Frauen durchgeführt werden. Das Turnier ist vom 5. bis zum 30. Januar 2028 angesetzt. Noch hat die FIFA nicht bekanntgegeben, wo diese stattfinden soll. Allerdings hat Katar Interesse gezeigt, wie verschiedene Medien berichten.

Sollte das Turnier im Emirat ausgetragen werden, ist mit regen Diskussionen zu rechnen. Vor allem die geltenden LGBTQ-Rechte des Landes sowie die Tatsache, dass Katar kaum Bezug zum Frauenfussball hat – seit 12 Jahren hat die katarische Frauen-Nati kein offizielles Spiel mehr bestritten –, dürften dabei im Fokus stehen.  

Für eine Austragung im Golfstaat würden hingegen die vorhandene Infrastruktur und das milde Klima im Januar sprechen.  

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