SCHWEIZERINNEN MIT LOSGLÜCK

Zuerst schauen wir uns an, wie es für die europäischen Nationen in der WM-Quali weitergeht. Am 18. Juni wurden nämlich die nächsten Begegnungen ausgelost.

Der Quali-Modus ist, nett ausgedrückt, etwas kompliziert. Wir haben versucht, das Ganze ein bisschen aufzudröseln.

Zuletzt hat die Gruppenphase stattgefunden. Dabei haben sich je 12 Teams aus Liga A und B und acht Teams aus der Liga C in die weiteren Play-offs der UEFA-Qualifikation gespielt.

Zwischen dem 7. und 13. Oktober 2026 findet die erste Runde dieser Play-offs statt. Diese ist in zwei Pfade aufgeteilt. In Pfad 1 spielen die vier Zweitplatzierten und die vier Drittplatzierten aus der Liga A gegen die sechs Erstplatzierten und die zwei bestplatzierten Zweitplatzierten aus Liga C.

In Pfad 2 spielen die vier Viertplatzierten aus Liga A und die vier Erstplatzierten aus Liga B gegen die vier Zweitplatzierten und die vier Drittplatzierten aus Liga B. Das ergibt folgende Partien:

Pfad 1

Litauen - Schweden
Rumänien - Norwegen
Griechenland - England
Kroatien - Island
Kasachstan - Irland
Kosovo - Österreich
Ungarn - Niederlande
Belarus - Italien

Pfad 2

Albanien - Wales
Türkei - Slowenien
Slowakei - Ukraine
Israel - Schweiz
Belgien - Polen
Tschechien - Schottland
Nordirland - Portugal
Finnland - Serbien

Alle Sieger dieser ersten Runde qualifizieren sich dann für die zweite Runde.

In der zweiten Runde, die zwischen dem 26. November und dem 5. Dezember 2026 stattfindet, treffen dann alle 16 Sieger der ersten Runde aufeinander.

Runde 2

Slowakei/Ukraine - Griechenland/England
Finnland/Serbien - Belarus/Italien
Nordirland/Portugal - Kroatien/Island
Albanien/Wales - Rumänien/Norwegen
Israel/Schweiz - Kosovo/Österreich
Tschechien/Schottland - Litauen/Schweden
Belgien/Polen - Kasachstan/Irland
Türkei/Slowenien - Ungarn/Niederlande

Die Schweizerinnen hatten Glück: Eigentlich hätten sie durch diesen Modus auch auf Teams wie England, Italien oder Schweden treffen können. Israel und später Kosovo oder Österreich dürften zumindest machbare Gegnerinnen sein.

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Bereits für die WM qualifiziert: Brasilien, Argentinien, Australien, Dänemark, Kolumbien, China, Frankreich, Deutschland, Japan, Neuseeland, Nordkorea, Südkorea, Spanien und die Philippinen.

INHALT

COMO 1907 VERPFLICHTET NILS NIELSEN

FRISCHER WIND IN DER SERIE A

Como 1907 Women (nicht zu verwechseln mit dem FC Como Women, Ex-Club von Alisha Lehmann) spielt nächste Saison das erste Mal in der Serie A. Diese Verantwortung nimmt der Club ernst und verpflichtet Nils Nielsen als technischen Direktor.

Der Däne bringt einiges an Erfahrung an den Comer See: Von 2018 bis 2022 trainierte er die Schweizer Nati. Unter ihm erreichten die Schweizerinnen den Einzug in die Gruppenphase der Europameisterschaft 2022 und der Weltmeisterschaft 2023. Danach übernahm er als Sportdirektor die Leitung des Frauenteams von Manchester City. Zuletzt führte er die japanische Frauen-Nati zum dominanten Sieg des Asian Cup.

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Es ist sehr aufregend hier zu sein. Das ist ein fantastisches Projekt und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass wir diesen vorgezeichneten Weg einschlagen. Nichts kommt von allein. Es erfordert harte Arbeit und Engagement, und wir werden alles tun, was wir können.

Nils Nielsen im offiziellen Statement

WAS COMO 1907 ANDERS MACHT

Im Gegensatz zu anderen italienischen Clubs hat sich Como dazu entschieden, den Frauenfussball-Zweig von unten aufzubauen. Während grosse Clubs wie Milan, Juventus, Inter oder Roma Spiellizenzen von anderen Clubs abkauften, um in der Serie A spielen zu können, hat sich Como Zeit gelassen.

Sie haben ein Team gegründet und in der Promozione gestartet, der niedrigsten Spielklasse des regionalen Frauenfussballs in der Lombardei. Innerhalb von sechs Jahren arbeitete man sich von ganz unten nach ganz oben. In der Winterpause der letzten Saison holte man dann mit Valentina Giacinti eine der erfolgreichsten italienischen Spielerinnen ins Kader.

Mit ihrer Erfahrung auf dem Platz, neben jener aller anderen Spielerinnen und Nielsens Erfahrung neben dem Platz, dürfte es für Como 1907 eine vielversprechende nächste Saison werden.

TRANSFERNEWS

NWSL-Superstar Temwa Chawinga unterschreibt bei ihrem aktuellen Club einen neuen Vertrag. Sie bleibt bis 2029 bei Kansas City Current.

Dafür wechselt Ally Sentnor von Current zum Angel City FC, die sich gerade erst von Head-Coach Alexander Straus getrennt haben und im Umbruch stehen.

Kennedy Fuller unterschreibt einen Vertrag beim Bay FC und die Chicago Stars haben mit Leila Ouahabi eine spanische Nationalspielerin verpflichtet. Sie gewann bereits die Champions League mit dem FC Barcelona und holte sich in der letzten Saison mit Manchester City den WSL-Titel.

Instagram post

Mary Earps wechselt zurück in die WSL. Wie bereits seit einigen Wochen in den sozialen Medien herumgeschwirrt ist, hat sie bei den London City Lionesses unterschrieben.

Nadine Riesen wechselt in die WSL! Sie hat bei West Ham einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Dort wird sie auf ihre Nati-Kolleginnen Leila Wandeler und Seraina Piubel treffen.

JULE-BRAND-STADION

Das Dudenhofener Verbandsgemeindestadion bekommt einen neuen Namen. Neu soll es, benannt nach der Dudenhofener Fussballerin Jule Brand, Jule-Brand-Stadion heissen.

Wie es in einer offiziellen Verkündung heisst, soll die 23-Jährige am 11. Juli persönlich bei der Eröffnung dabei sein. Noch gibt es nicht viele Fussballplätze und Stadien, die nach Frauen benannt sind. Bürgermeisterin Silke Schmitt-Makdice will dem entgegenwirken. Die Namensänderung soll die Bedeutung weiblicher Vorbilder im Sport hervorheben, wird Schmitt-Makdice von «Rheinpfalz» zitiert.

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