Im Sommer hat der Afrika-Cup in Marokko stattgefunden. Eigentlich hätte dieses Turnier ja bereits früher im Jahr stattfinden sollen, aber wegen organisatorischen Versagens musste der Event nach hinten verschoben werden.

Kamerun hat die diesjährige Ausgabe des WAFCON gewonnen. Im Final schlugen sie Malawi mit 3:0. Für Kamerun ist es der erste solche Titel! Zuvor stand die Nation bereits dreimal im Final, musste sich aber auch dreimal geschlagen geben.

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Doch obwohl bei den Kamerunerinnen die Freude gross ist, lässt sich kein wirklich positives Fazit des Turniers ziehen. Und das liegt nicht an den sportlichen Leistungen der Spielerinnen.

Schon bevor das Turnier überhaupt begonnen hatte, gab es bereits erste Verwirrungen. Es war nicht klar, welche Fernsehsender die TV-Rechte für die Übertragung gekauft hatten. Die Informationen, die man von der Turnierorganisation erhalten konnte, stimmten nicht mit jenen Infos überein, die man bei den entsprechenden Fernsehsendern fand.

Negativ fielen auch die teilweise sehr leeren Stadien auf. Grund dafür seien einerseits die schwierigen Reisebedingungen innerhalb des Kontinents – für die meisten Staaten müssen Visa ausgestellt werden. Andererseits sei auch in den Austragungsorten die Präsenz des Turniers nicht wirklich wahrgenommen worden, weil beispielsweise auch Werbung in den Strassen fehlte.

Sportlich gesehen gab es einige Überraschungen: Malawi schaffte das erste Mal überhaupt die Qualifikation für das Turnier und erreichte gleich den Final. Superstar-Schwestern Temwa und Tabitha Chawinga führten Malawi zu diesem Exploit.

Nigeria – Rekordnation des WAFCON – schied schon im Viertelfinal aus dem Turnier aus. Gegen Kamerun reichte die Leistung der Super Falcons nicht aus. So früh musste sich die hochdekorierte Nati noch nie aus dem Turnier verabschieden.

FIX BEI DER WM DABEI

Damit haben sich wieder neue Teams für die WM 2027 in Brasilien qualifiziert.

Fix dabei sind jetzt: Brasilien, Australien, China, Japan, Nordkorea, Südkorea, die Philippinen, Algerien, Kamerun, Malawi, Marokko, Argentinien, Kolumbien, Neuseeland, Dänemark, Frankreich, Deutschland und Spanien.

Von den 32 Teams, die an der WM teilnehmen werden, sind also jetzt bereits 18 fix qualifiziert.

TRANSFER-SOMMER

In diesem Sommer hat es viele spannende und emotionale Wechsel gegeben. Es folgen zehn der interessantesten Wechsel. (In keiner absoluten Reihenfolge und falls ein grosser/spannender Transfer auf dieser Liste fehlt – lasst es uns wissen!)

Ein emotionales Video, unterlegt mit Rosalías Magnolia – so verkündete La Reina ihren Abschied vom FC Barcelona. Alexia Putellas, zweifache Ballon-d’Or-Gewinnerin, Weltmeisterin, Champions-League-Siegerin, zehnfache spanische Meisterin mit Barcelona … man könnte noch weitermachen, hat Ende der letzten Saison bekanntgegeben, dass sie ihr Barça verlassen wird. Ziemlich schnell erwachten die Gerüchte über einen möglichen Wechsel in die englische WSL. Und so kam es dann auch. Die 32-Jährige wechselte zu den London City Lionesses. Damit ist sie der nächste Coup von Investorin Michele Kang.

Mit den London City Lionesses hat sie Grosses vor. Was auch total berechtigt ist, wenn man sich anschaut, wer alles neben ihr im Kader des Londoner Clubs steht.

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Damit kommen wir nämlich auch bereits zu unserem nächsten Namen auf der Liste: Mary Earps. Die Goalie, die bis letztes Jahr noch für England zwischen den Pfosten stand, wechselte von PSG wieder zurück in die WSL. Sie wurde bereits zweimal als FIFA-Welttorhüterin des Jahres ausgezeichnet und konnte 2022 mit England Europameisterin werden.

Die Lionesses schlugen aber auch sonst auf dem Transfermarkt kräftig zu: Auch von Barcelona transferierte Mapi León nach England. Von Frankfurt erreichte Nicole Anyomi die Lionesses und von OL Lyonnes kam Kadidiatou Diani. Auch Daniela Arques (Sporting CP), Rosa Kafaji (Arsenal) und Janni Thomsen (Utah Royals) wechselten zu den Lionesses.

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Mit Salma Paralluelo verliess erneut eine Stammspielerin den FC Barcelona. Sie wechselte ablösefrei zu den OL Lyonnes. Sie hat beim französischen Club einen Vertrag bis 2030 unterschrieben.

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Bei den vielen Abgängen in den letzten Monaten musste der FC Barcelona reagieren. Mit Kerolin haben sie sich nun noch einen echten Star geangelt. Vom englischen Double-Sieger Manchester City wechselt die Brasilianerin zum FC Barcelona. Die genaue Ablösesumme wurde nicht offiziell verkündet, aber sie dürfte eine der teuersten Spielerinnen weltweit sein.

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Nach sechseinhalb Jahren Chelsea verlässt Sam Kerr den Londoner Club. Sie zieht es weiter in Richtung NWSL. Sie unterschrieb einen Vertrag beim Gotham FC. Für Chelsea hat die Australierin insgesamt 116 Tore geschossen. Damit ist sie gemeinsam mit Fran Kirby die Allzeit-Topscorerin der Blues.

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Nach acht Jahren bei Frankfurt geht es für Géraldine Reuteler zu Arsenal. Für die 27-Jährige ist es nach starken Leistungen sowohl im Club als auch mit der Nati bei der Heim-EM ein logischer Schritt. Die Gunners hegen nach dem letztjährigen zweiten Platz grosse Ambitionen. Es soll wieder nach ganz oben gehen.

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In diesem Sommer hat auch ein «Nicht-Transfer» für grosse Wellen gesorgt. Hartnäckig hielten sich nämlich Gerüchte, dass Bunny Shaw von Manchester City zu WSL-Rivalinnen Arsenal wechseln würde. Doch dann die Überraschung: Shaw unterschrieb einen neuen Vertrag bei den Cityzens. Mit 21 Toren in der letzten Saison wurde sie WSL-Torschützenkönigin. Dass sie dem Club treu bleibt, ist ein starkes Zeichen für die kommende Saison.

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Mit Alba Redondo hat Juventus eine grosse Verstärkung für ihre Offensive geholt. Nach zwei Jahren bei Real Madrid wechselt die Spanierin nach Turin. Bei UD Levante wurde sie in der Saison 2022/23 Torschützenkönigin der Primera División und gewann im gleichen Jahr die Weltmeisterschaft mit Spanien. Mit der 29-Jährigen will Juventus wieder an die Spitze der Serie A zurückkehren.

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16 Tore und 7 Assists in 36 Spielen, Meisterin und Cupsiegerin mit PSV Eindhoven – Riola Xhemaili hat eine überragende Saison gespielt. Jetzt wechselt sie von der niederländischen Eredivisie nach Italien in die Serie A. Die 23-Jährige schliesst sich dem frisch aufgestiegenen Como 1907 an. Dort wird sie unter Coach Nils Nielsen trainieren, unter dem sie bereits bei der Schweizer-Nati gespielt hatte.

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Zu guter Letzt thematisieren wir noch den Coaching-Wechsel bei Manchester United. Eva Olid wird bei United in der nächsten Saison an der Seitenlinie stehen. Die spanische Trainerin war zuvor fünf Jahre Headcoach beim schottischen Club Heart of Midlothian, wo sie das Team in der letzten Saison zum ersten Meistertitel führte. Jetzt wagt die 40-Jährige den Schritt in die WSL. Sie übernimmt den Posten von Marc Skinner, der sein Engagement beim Club nach fünf Jahren beendete.

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