CHAMPIONS LEAGUE

BAYERN – BARCELONA

Am Samstag hat sich beim Champions-League-Halbfinal ein Meisterduell ergeben: Bayern München traf in der Allianz Arena auf den FC Barcelona.
Am Mittwochabend feierten sowohl Bayern als auch Barça ihren Meistertitel. Bayern gewann das Spiel gegen Union Berlin mit 3:2 und holte sich damit den vierten Meistertitel in Folge. Bei Barcelona war es das 4:1 gegen Espanyol Barcelona, das für den siebten Meistertitel in Folge reichte.

Alexia Putellas hat mit der Meisterschaft ihren 36. Titel mit dem FC Barcelona gewonnen. Das macht sie zur meistdekorierten Spielerin des Clubs. Sie überholt sogar Lionel Messi, der mit den Barça-Männern 35 Titel gewinnen konnte. Und wer weiss, vielleicht folgt im Mai ja noch Titel Nummer 37 mit dem Champions-League-Kübel …

Der Halbfinal in der Allianz Arena zog 31'000 Fans an. Es wurde im Vorfeld viel diskutiert – würden die Münchenerinnen dem offensiven Druck der Katalaninnen standhalten können? Beim ersten Treffen der beiden Teams im Oktober in der Ligaphase der Champions League setzte es nämlich eine 1:7-Niederlage für die Deutschen.

Doch diesmal sah es anders aus: Zwar geriet das Team von José Barcala schon nach acht Minuten durch einen Treffer von Pajor in Rückstand, aber danach fingen sie sich. Und in der zweiten Halbzeit glich Kett zum 1:1 aus. Dabei blieb es dann auch, obwohl Bayern ab der 79. Minute nur noch zu zehnt auf dem Rasen stand. Kett sah Rot, weil sie an den Haaren von Salma Paralluelo zog. Der Entscheid sorgte für rote Köpfe. Auch Barcala sah Rot und wird das Rückspiel des Halbfinals am 3. Mai in Barcelona wohl von der Tribüne aus schauen müssen.

Nach dem Spiel liess sich Klara Bühl zur Aussage hinreissen, dass man eventuell eine «Haarlängen-Regelung» einführen müsse, da Kett ja ihr Trikot habe greifen wollen und nicht absichtlich nach den Haaren gegriffen habe. Das Ziehen am Trikot wird normalerweise «nur» mit Gelb geahndet, während das Ziehen an den Haaren einen Platzverweis gibt.

ARSENAL – OL LYONNES

Der andere Halbfinal zwischen Arsenal und den OL Lyonnes fand im Emirates Stadium in London vor 26'758 Fans statt.

Die erste Halbzeit startete nicht optimal für das Heimteam. In der 18. Minute ging Lyon durch Jule Brand in Führung. Im weiteren Verlauf holten sich Heaps und Hegerberg je eine gelbe Karte, und hitzig ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter.

Einen möglichen Penalty für Arsenal zog der VAR wieder zurück, weil Renard auch den Ball traf. Trotzdem blieben die Gunners offensiv stark und drückten auf den Ausgleich. Dieser gelang durch Mariona in der 58. Minute. In der 83. Minute erzielte Olivia Smith noch den Siegestreffer. Am Ende gewann Arsenal das Spiel zwar verdient, fürs Rückspiel bleibt aber noch vieles offen.

NWSL

NEUE FRANCHISE

Die NWSL hat letzte Woche bekannt gegeben, dass Columbus, Ohio, die 18. Franchise der Liga übernehmen wird. Ab 2028 wird der neue Verein spielen. Wie «The Athletic» unter Berufung auf anonyme Quellen schreibt, soll die neue Franchise 205 Millionen US-Dollar kosten. Gehören tut sie der Haslam Sports Group (HSG), Nationwide sowie Christine und Pete Edwards. Damit wird für die Columbus-Franchise fast doppelt so viel wie für Denver Summit (110 Millionen US-Dollar) und 40 Millionen mehr als für die Atlanta-Franchise (165 Millionen US-Dollar) ausgegeben.

«The Athletic» schreibt weiter, dass insgesamt über 300 Millionen US-Dollar fliessen sollen. Auch für den Aufbau des Teams und des Staffs soll ordentlich Geld zur Verfügung gestellt werden. Spielen wird das Team auf dem ScottsMiracle-Gro Field in Ohio, wo auch Columbus Crew aus der MLS spielt.

NEUER KALENDER?

Wird der Kalender bald jenem der europäischen Ligen angepasst? Aktuell spielen sie in den USA von März bis November und nicht wie beispielsweise in Europa von August/September bis Juni. Jetzt wurden Stimmen laut, dass sich die NWSL dem europäischen Rhythmus anpassen soll. Das würde die Liga komplett auf den Kopf stellen.

Die Punkte, die für einen Wechsel sprechen würden: Internationale Transfers würden einfacher werden, weil sie sich so an den Rest der Fussballwelt anpassen würden. Ausserdem wäre so die Phase der Playoffs nicht gleichzeitig wie die Football-Saison, was möglicherweise die Einschaltquote erhöhen würde. Doch dagegen sind aktuell vor allem die Spielerinnen. Wie «dailywsports» schreibt, ist die grösste Sorge das kalte Wetter, insbesondere in Boston, Denver, New York oder Kansas City. Dieses Thema betrifft nicht nur die NWSL, die MLS hat nämlich bereits für den Kalenderwechsel gestimmt. Würde das auch in der NWSL passieren, wäre es ein wahrscheinlich mehrjähriger Prozess.

TRANSFERS UND GERÜCHTE

Der Sommer hat noch gar nicht begonnen, doch bereits kursieren wieder die ersten Transfergerüchte. Und die sind heiss.
Gleich zwei Barcelona-Spielerinnen soll es in die WSL ziehen: Sowohl Alexia Putellas als auch Mapi Léon werden mit den London City Lionesses in Verbindung gebracht. 

Sie sind jedoch nicht die einzigen Spanierinnen, die in den letzten Tagen für Gerüchte gesorgt haben: Medienberichten zufolge zieht es Jenni Hermoso wieder zurück in die Heimat. Die aktuelle Spielerin von Tigres UANL aus Mexiko soll mit einem Wechsel zurück zu Atlético de Madrid liebäugeln. Der spanische Club soll die 35-jährige Madrilenin, die bereits als Juniorin dort gespielt hat, wieder im Team haben wollen.

Larissa Mühlhaus von Werder Bremen wechselt innerhalb der Bundesliga: Sie wird nächste Saison bei Eintracht Frankfurt spielen. Bisher hat die Stürmerin in dieser Saison in 20 Spielen 12 Tore erzielt und fünf weitere vorbereitet. Die 23-jährige deutsche Nationalspielerin hat bei Frankfurt einen Vertrag bis Sommer 2029 unterschrieben, wie der Club offiziell mitteilt.

Elisa Senss zieht es offenbar in die spanische Liga F: Real Madrid soll Interesse an der Frankfurt-Spielerin gezeigt haben.

Weitere Gerüchte kommen aus England: Arsenal soll starkes Interesse an Georgia Stanway von Bayern München und Ona Batlle vom FC Barcelona zeigen.

Und Bunny Shaw, Goalgetterin von Manchester City, soll eine Offerte von Chelsea erhalten haben. Die Rede ist von einem Vertrag, der der Stürmerin über eine Million Pfund jährlich einbringen soll.

DAS ENDE EINER KARRIERE

Jess Fishlock hängt ihre Fussballschuhe an den Nagel. Die Waliserin hat angekündigt, dass sie nach dieser Saison mit Seattle Reign ihre Karriere beenden wird. Besonders bitter ist nun, dass sie sich ein Spiel, nachdem sie ihr kommendes Karriere-Ende verkündete, verletzt vom Feld getragen werden musste.

CHELSEA WECHSELT IN DIE BRIDGE

Nach neun Jahren im Kingsmeadow wird Chelsea künftig alle Heimspiele in der Stamford Bridge absolvieren.

This is a new chapter, but our ambition remains the same. We want to win. We want to lift more trophies. We want to create further history. That is what Chelsea has always done – and we’re going to continue that legacy with our supporters beside us at the Bridge.

Chelsea Women First Team über Instagram

SERIE A

COMO-DERBY IN DER SERIE A

Como 1907 steigt in die Serie A auf! Gegen Trastevere Women gewannen sie am Sonntag mit 4:1 und holten sich damit die nötigen Punkte für den Aufstieg. Zwei Tore steuerte Valentina Giacinti bei, die erst für die Rückrunde aus der Türkei in ihre Heimat zurückgekehrt ist.

Drei Spieltage vor Saisonende schafft der Club damit seine erste Promotion in die Serie A. Trainerin Selena Mazzantani führte das Team zu 19 Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage.

Die BiancoBlu werden nun den Como Women, dem anderen Serie-A-Club der beliebten italienischen Stadt am See, Konkurrenz machen. Wir dürfen uns also auf kommende Como-Derbys freuen.

INTER SPIELT EUROPÄISCH

In der Serie A hat sich Inter mit dem Sieg gegen Genoa am Wochenende einen Platz in der Champions League gesichert. Rang eins, zwei und drei qualifizieren sich für das internationale Turnier. Jetzt geht es noch darum, wer sich am Schluss den dritten Platz sichert: Aktuell steht dort Juvenuts. Doch mit nur zwei bzw. drei Punkten weniger folgen Napoli und Milan. Und rein rechnerisch könnten es auch noch Lazio und Fiorentina schaffen, doch das würde eher an ein Wunder grenzen.

Noch zwei Spiele sind zu absolvieren. Für Genoa auf dem Abstiegsplatz werden diese wegweisend: Fünf Punkte trennen Genoa von Ternana auf dem elften Platz. Die kommenden Partien absolvieren sie gegen Sassuolo und Fiorentina. Nur wenn sie beide Spiele gewinnen und Ternana (AS Roma und Lazio) die nächsten beiden verliert, können sie den Ligaerhalt noch schaffen. Es dürfte also schwierig werden…

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