MEISTERINNEN-DUELL ZUM CL-START
Heute Abend finden die ersten Partien der Liga-Phase statt.
Der Opta Supercomputer hat die neuesten Berechnungen ausgespuckt. Demzufolge werden wir wieder eine Machtdemonstration von Barcelona sehen. In 41,2 Prozent der Simulationen gewann Blaugrana das Turnier. Trotz Spielerinnen-Exodus in diesem Sommer gelten sie als die haushohen Favoritinnen. Schliesslich haben sie seit 2023 38 Champions-League-Partien gespielt und davon nur drei verloren…
Am ehesten wird Barça von Bayern München in Bedrängnis gebracht. In 17,3 Prozent der Simulationen hat das Team von Jose Barcala das Turnier gewonnen. Nur ein drittes Team hat noch eine höhere Chance als 10 Prozent und das ist Chelsea.
Den Finalistinnen vom letzten Jahr, OL Lyonnes, wird nur eine Chance von 8,5 Prozent angerechnet.
Ob die Simulation Recht behält?
INHALT
BUNDESLIGA
Zumindest in der Liga wird Bayern München seiner Favoritenrolle gerecht. Schon wieder haben die Münchnerinnen gewonnen. Am Wochenende spielten sie gegen Köln und holten sich mit dem 5:2-Sieg den fünften Triumph im fünften Spiel.
Nach je vier Niederlagen haben sich an diesem Wochenende Hoffenheim und Union Berlin wieder aus der Negativspirale lösen können: Beide Teams haben ihre Partie gewonnen. Hoffenheim beendete die Siegesserie des VfL Wolfsburg und gewann mit 2:1. Damit zeigen sie sich wieder von der Seite, die wir in der letzten Saison von ihnen zu sehen bekommen haben.
Für Union Berlin war das der erste Sieg unter Trainerin Marie-Louise Eta. Nach nur zwei Minuten gingen die Berlinerinnen durch Lia Kamber in Führung. Auch danach war Union das stärkere Team auf dem Platz, schaffte aber kein Tor mehr. In der zweiten Halbzeit trafen die Leipzigerinnen in der 53. und 71. Minute. Dass RB in Führung ging, war vorher nicht abzusehen. Erst in der 84. und dann noch in der 89. Minute trafen dann aber wieder die Berlinerinnen und holten sich damit die ersten drei Punkte der Saison.
DFB RICHTET DIE BUNDESLIGA NICHT MEHR AUS
Die Frauen-Bundesliga organisiert sich ab Juli 2027 selbstständig. Es wird nicht mehr der DFB zuständig sein, sondern der Ligaverband FBL e.V. Beim DFB-Bundestag wurde dies einstimmig beschlossen.
Ein Grundlagenvertrag regelt alle organisatorischen und rechtlichen, aber auch die finanziellen Beziehungen zwischen dem FBL und dem DFB. So heisst es, dass der DFB jedes Jahr 1,4 Millionen Euro an die FBL bezahlt. 200'000 Euro mehr sind es in Jahren, in denen eine EM oder WM stattfinden.
Wie es in der offiziellen Mitteilung heisst, wird die Bundesliga nun die Fernsehrechte selbst ausschreiben. Der aktuell laufende Vertrag über 5,17 Millionen Euro jährlich läuft noch bis 2027. Ab da werden neue Verträge jeweils nur über zwei Jahre abgeschlossen. Noch im September soll die Ausschreibung der TV-Rechte bekannt gegeben werden.
Die Präsidentin des FBL, Katharina Kiel, hatte bereits angekündigt, dass auch eine Modus-Änderung nicht ausgeschlossen sei. Beispielsweise könne man sich die Abschaffung des Montagsspiels vorstellen, aber auch ein Modus mit K.-o.-Spielen. Jedoch haben sich da bereits kritische Stimmen geäussert.
SERIE A
Endlich ist es so weit! Während die anderen europäischen Ligen längst in die neue Saison gestartet sind, beginnt die italienische Serie A erst an diesem Wochenende.
Trotzdem haben die Teams am Wochenende bereits ins Geschehen eingegriffen. Einerseits fand der Final des Serie A Women’s Cup statt: Juventus gegen AS Roma.
Die Partie wurde erst im Penalty-Schiessen entschieden. Nach rund einer halben Stunde gingen die Römerinnen in Führung und trafen zu Beginn der zweiten Halbzeit noch zum 2:0. Es schien, als könnten sich die Römerinnen für die letztjährige Niederlage revanchieren. Doch Juve-Neuzugang Alba Redondo traf nach einer Stunde zum 2:1 und liess die Turinerinnen noch hoffen. In der sechsten Minute der Nachspielzeit wurde ein Penalty für Juventus gepfiffen, den Redondo souverän verwandelte.
2:2 ging die Partie in die Verlängerung. Da konnte sich kein Team durchsetzen und es ging ins Penalty-Schiessen. Fehlschüsse von Ottey und Oliviero bescherten dann den Bianconere den ersten Triumph dieser Saison. Damit bleibt Juventus der einzige Club, der diesen (erst zweimal ausgetragenen) Wettbewerb gewinnen konnte.
Nächstes Wochenende startet Juventus gegen Napoli in die Serie A Saison. Für Roma geht es gegen Sassuolo los, auf die die Römerinnen im Cup bereits zweimal getroffen sind.
Andererseits wurde in Italien am Wochenende auch noch die erste Runde des Liga-Cups gespielt. Das ist die ursprüngliche Version des Cups. (Der Serie A Women’s Cup wurde erst neu ins Leben gerufen, damit die Clubs mehr Spiele haben.
Der zusätzliche Wettbewerb soll die Liga aufwerten und schlussendlich auch mehr Fans abholen.) Die meisten Serie-A-Teams werden erst in der nächsten Runde eingreifen, die am Wochenende vom 19. und 20. Dezember stattfinden wird.
ALLE RESULTATE
WSL
Spätes Torspektakel bei den Aufsteigerinnen zuhause. Tottenham gewann gleich 7:0 gegen Crystal Palace und alle Tore fielen erst in der zweiten Halbzeit. Und das, obwohl Crystal Palace bereits ab der achten Minute nur noch zu zehnt auf dem Platz stand. Fuka Tsunoda wurde mit Rot vom Platz gestellt. Bis zur Pause hielten sie die Null – aber dann startete das Tor-Feuerwerk.
Das Spektakel lancierte Olivia Holdt mit einem lupenreinen Hattrick. Die weiteren Torschützinnen waren Pelova, die gleich doppelt traf, und Martinez und Nilden.
Mit zwei Siegen und einem Unentschieden aus den ersten drei Spielen steht Tottenham punktgleich mit Chelsea hinter Manchester City auf dem zweiten Platz.
Was für Manchester United der erste Punkt unter Neo-Trainerin Eva Olid bedeutete, war für Arsenal das nächste ungenügende Spiel. In dieser Saison gewannen die Gunners nur das erste Spiel gegen Brighton, die nächsten beiden Partien endeten unentschieden.
Ausserdem erzielte Arsenal in den drei Spielen lediglich zwei Tore – was definitiv nicht den Erwartungen des Teams von Renée Slegers entspricht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Gunners im Sommer mit Cerci, Reuteler, Stanway und Baum auch einiges an Offensivkraft dazugewonnen haben.
Manchester United ging nach etwas über einer Stunde durch einen Treffer von Zigiotti Olme in Führung. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit schafften die Gunners noch den Ausgleich: Smilla Holmberg sicherte Arsenal den wichtigen Punkt.
Die weiteren WSL-Resultate findest du hier.
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