CHAMPIONS LEAGUE

Das Argument «Wir können das Stadion nicht öffnen für das Frauenteam, weil zu wenig Fans kommen» zieht nicht mehr überall. Der FC Barcelona hat gerade sehr eindrücklich gezeigt, dass der Frauenfussball angekommen ist.
Das zweite Mal nacheinander hat Barça das Camp Nou in der laufenden Champions-League-Kampagne ausverkauft.

Am Sonntag spielten sie das Halbfinal-Rückspiel gegen Bayern München vor rund 60’000 Fans. Nach dem Hinspiel stand es 1:1 und damit vor dem Rückspiel noch alles offen. Nach 17 gespielten Minuten stand es in Barcelona bereits 1:1. Doch dann endete die ausgeglichene Phase bereits: In der 22. Minute schoss Alexia Putellas das 2:1, und ab diesem Zeitpunkt gaben die Katalaninnen das Spiel nicht mehr aus der Hand. Nach rund einer Stunde stand es 4:1 für Barça – Pina und Putellas trafen. In der 72. Minute verkürzte Harder auf 4:2, und kurz vor Schluss erzielte sie zwar noch das 4:3, das jedoch aberkannt wurde – am Ende blieb es beim 4:2.

Und noch mehr gute News für Barcelona-Fans: Nach etwas mehr als einer Stunde kehrte Aitana Bonmatí nach 154 Tagen verletzungsbedingter Pause wieder auf das Spielfeld zurück.

Es wird kein Rematch des letztjährigen Champions-League-Finals geben. Arsenal hat am Samstag gegen OL Lyonnes verloren und muss den Traum der Titelverteidigung aufgeben. Eigentlich startete Arsenal nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel als Favorit in das Rückspiel im Groupama Stadium. Und eigentlich sah es am Anfang auch so aus, als würden sie der Favoritinnen-Rolle gerecht werden.

Lindsey Heaps wurde ein Tor aberkannt, und dann parierte Gunners-Goalie Van Domselaar einen Penalty von Wendie Renard. Doch dann griff der VAR ein und liess den Penalty wiederholen. Die Wiederholung verwandelte Renard dann souverän.
In der 36. Minute erhöhte dann Diani zum 2:0. Erst in der zweiten Halbzeit gelang Arsenal mit Alessia Russo das 2:1. Damit hätte es für die Verlängerung gereicht. Aber in der 86. Minute gelang Jule Brand ein wunderschöner Siegestreffer.

Damit trifft der Champions-League-Rekordsieger am 23. Mai in Oslo auf Barcelona im Final. Schon dreimal gab es diese Begegnung in einem CL-Final. Zweimal gewann Lyon, einmal gewann Barcelona.

INHALT

WSL

ERSTES FRAUEN-STADION

Ein anderes Beispiel für das Wachstum im Frauenfussball liefert Brighton & Hove Albion. Der WSL-Club hat Pläne für ein neues Stadion vorgestellt, das exklusiv für das Frauen-Team gebaut werden soll. Ziel ist es, das Stadion für die Saison 2030/31 fertigzustellen. Wie «BBC» schreibt, läuft aktuell das Bauantragsverfahren.

Der Neubau, für den rund 80 Millionen Pfund ausgegeben werden, soll Platz für 10'000 Fans bieten und gleich neben dem Amex Stadium (Stadion der Brighton-Männer) entstehen. Über eine Brücke sollen die beiden Stadien sogar verbunden werden. Das neue Stadion soll «dem Frauen-Team eine feste Heimat und Identität» bieten. Es wäre das erste Fussballstadion in Europa, das extra für ein Frauen-Team erbaut wurde.

It is a project that is the first of its kind in the UK and Europe, and one of only three in the world. It will capture the imagination of stakeholders across the women’s game, not just here, but globally.

Zoe Johnson, Managerin der Brighton-Frauenabteilung

ALISHA LEHMANN IM KAMPF UM DEN LIGAERHALT

Noch ist der Meistertitel zwar noch nicht Tatsache, aber fast. Manchester City hat nach dem Ausrutscher gegen Brighton den Trott wiedergefunden und Liverpool mit 1:0 besiegt. Damit führen sie die Tabelle zwar mit asd Punkten Vorsprung auf Chelsea auf Rang zwei an, sind aber ein Spiel vor Schluss noch nicht Meister. Denn Arsenal, aktuell zwar nur auf Platz asd, hat noch drei Spiele weniger absolviert. Rechnerisch könnte es für die Gunners noch reichen, City einzuholen. Während die WSL-Teams in den nächsten Tagen keine Meisterschaftsspiele absolvieren, muss Arsenal die drei Spiele noch nachholen.

Alisha Lehmann und Leicester haben den direkten Ligaerhalt nicht geschafft und müssen in die Playoffs. Dort treffen sie auf Charlton Athletic, die nach einem Leistungseinbruch in den letzten drei Spielen auf Platz drei der WSL2 stehen. Die beiden Clubs spielen am 23. Mai um den Platz in der obersten englischen Liga.
Den direkten Aufstieg geschafft haben Birmingham City, die die Liga auf dem ersten Platz beenden, und Crystal Palace.

NWSL

DOCH KEIN KALENDERWECHSEL

In der NWSL hat man sich gegen eine Anpassung des Spielplans an die europäischen Ligen entschieden.

Following extensive evaluation and close collaboration with the stakeholders, we have made the deliberate decision to maintain our existing competition calendar for this period.

NWSL

Unter den aktuellen Bedingungen verspüre man bereits grosses Wachstum der Liga, heisst es als Erklärung in einem offiziellen Statement. Ein Kalenderwechsel sei daher nicht nötig. Allerdings schliesst die Liga den Wechsel zu einem anderen Kalender nicht kategorisch aus. Man werde immer wieder analysieren, wie sich das alles weiterentwickle. Aber jeder Wechsel mit diesem Ausmass würde frühzeitig verkündet werden.

BUNDESLIGA

700 - 800 MILLIONEN EURO INVESTITIONEN

Zwischen 700 und 800 Millionen Euro sollen in den nächsten acht Jahren in die Bundesliga investiert werden. Das hat Katharina Kiel, Präsidentin der Frauen-Bundesliga, im Interview mit dem «Kicker» verraten. «Was der DFB investieren wollte, steht in einer sehr grossen Differenz dazu», sagt sie. Ursprünglich wollte der Deutsche Fussballbund in den nächsten Jahren rund 100 Millionen investieren.

Der Zusammenschluss zu einer GmbH der 14 Bundesliga-Clubs und dem DFB platzte danach. Jetzt sucht der neu gegründete Ligaverband FBL nach anderen Lösungen.
Man will einen Grundlagenvertrag aufsetzen und diesen dem DFB zukommen lassen, damit der Übergang möglichst schnell vonstattengehen kann.

Wichtig wäre schnelles Handeln auch für den kommenden Verkauf der Fernseh-Rechte. Den geplanten Verkauf hat nämlich der DFB gestoppt und nach hinten verschoben, weil man später besser abschätzen kann, wie es mit der Liga weitergehen wird. Deswegen ist es auch erklärtes Ziel von Kiel, bis zu diesem Verkauf im Herbst so aufgestellt zu sein, dass der FBL diese Ausschreibungen selbst machen kann, schreibt der «Kicker» weiter.

JENA SCHAFFT LIGAERHALT NICHT

Mit nur elf Punkten aus 24 Spielen reicht es für Carl Zeiss Jena nicht. Zwei Spieltage vor Saisonende ist der Abstieg amtlich. Schon in der ersten Minute, nach nur 38 Sekunden, stand es im Spiel gegen Freiburg bereits 1:0 für die Gegnerinnen.
Jena gab zwar nie auf, für einen Punkt reichte es aber nicht mehr. Schlussendlich gewannen die Freiburgerinnen das Spiel deutlich mit 1:5.

Der zweite Absteiger ist noch nicht klar: Rein rechnerisch kann es noch für Nürnberg, den HSV und die SGS Essen knapp werden. Alle drei haben ihr letztes Spiel verloren. Für die SGS Essen setzte es eine 0:4-Niederlage gegen Leverkusen, der HSV verlor 0:1 gegen Union Berlin, und Nürnberg wurde von Frankfurt mit 1:4 überrollt.
Am nächsten Spieltag kommt es sogar noch zum Direktduell zwischen Nürnberg und Essen.

SERIE A

AS ROMA FEIERT DEN TITEL

AS Roma krönte sich gegen Aufsteiger Ternana zum italienischen Meister! Vor 2'400 Fans holen sich die Römerinnen im Stadio Tre Fontane einen 2:0-Sieg.
Captain Manuela Giugliano schoss beide Tore und sicherte damit den dritten Meistertitel in der Vereinsgeschichte.

Die Römerinnen feiern ihren dritten Meistertitel. (IMAGO / ABACAPRESS)

Mit einer fast perfekten Saison haben sich die «Giallorosse» diesen Titel auch mehr als verdient: 15 Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage gab es für das Team von Trainer Luca Rossettini. Jetzt können die Römerinnen noch vom Double träumen. Am 24. Mai spielen sie in Vicenza den Final der Coppa Italia gegen Juventus.

WER BLEIBT IN DER SERIE A?

Im Kampf um den Ligaerhalt sind vor allem noch Ternana und Genoa. Rein theoretisch ist auch Parma noch nicht ganz sicher, aber das dürfte noch schwierig werden.
Ternana steht aktuell mit 14 Punkten auf Platz elf, und Genoa steht mit 10 Punkten auf dem letzten Platz.

In den letzten zwei Spielen geht es für die beiden Teams also noch einmal um alles. Genoa trifft noch auf Fiorentina und Neo-Meisterinnen Roma, und die Aufsteigerinnen von Ternana bekommen es noch mit Lazio und Milan zu tun.

JUVE UND DIE CHAMPIONS-LEAGUE-QUALI

Wichtig sind die letzten zwei Spiele auch für Juventus. Für die «Bianconere» geht es noch um die Champions-League-Qualifikation. Am Sonntag treffen sie auf Inter, die die Quali bereits erreicht haben, und am letzten Spieltag geht es gegen Parma. Möglich wäre die Qualifikation noch für Lazio – fünf Punkte trennen die beiden Clubs. Lazio spielt noch gegen Ternana und Fiorentina.

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